Flow-Kommunikation Flow-Führung & - Pädagogik F L O W  AKADEMIE DR. GASSER
Begriffe zum Flow
Die Kunst, allen beteiligten Akteuren, allen Interessen und Positionen einen Platz zu verschaffen, damit die dahinterliegenden Anliegen zum Zuge kommen. Positives wie Negatives bekommen Raum. Die Allparteilichkeit unterscheidet sich von Unparteilichkeit und Parteilosigkeit, indem sie aktiv für alle Bedürfnisse der Lebendigkeit da ist.  Das Detail zeigt die Besonderheit des ressourciven Flow-Ansatzes. Wer das Detail lenkt, dem folgt automatisch die Wirklichkeit. Das Detail ist keine Nebensächlichkeit eines allgemeinen Denkens. Das Detail ist die inkarnierte Verdichtung von Energie und  Bewusstsein. Nicht Prin- zipien formen die Wirklichkeit, sondern jene Wucht, die im konkreten Detail steckt, und zwar eingesetzt genau zur richtigen Zeit, am richten Ort und auf die richtige Weise. Theorien vermögen dies nicht zu fassen. Dazu braucht es ->Vorderlist.   Es gibt drei Arten von Lassen: Befehlen, sich nicht einmischen und das dynamische Lassen. Dynamisches Lassen vermag Lust auf Handeln entstehen zu lassen ohne selber handelnd einzugreifen. Es ist die aktive Form der Gelassenheit und hat nichts mit blossem “Hände in den Schoss legen” zu tun. Daoismus praktizierte bereits vor 2500 Jahren dynamisches Lassen. -> Vitale Energie Hinter jedem Bedürfnis, jeder Äusserung und jeder Emotion steckt ein tiefes Lebens-Anliegen. Diese Anliegen sind aus Sicht der Vitalität immer berechtigt, sogar wenn sie sich in negativer Form zeigen. Wird das existentiale Anliegen wirklich ernst genommen, ist die Person in der Lage auf die negativen Äusserungen zu verzichten. Beobachtungen äusserer Ereignisse schaffen objektive Erfahrungen. Erlebnisse und Empfindun- gen schaffen subjektive Erfahrungen. Dies nennen wir psychologische Erfahrungen. Existentiale Erfahrungen im Unterschied dazu ergreifen den Menschen grundlegend. Das kann von der Erfahrung alles umfassender Stimmigkeit bis hin zu tiefsten Erschütterungen gehen. Die Flow- Praxis arbeitet mit der Tatsache, dass diese Erfahrungen eine Wahrheit enthalten, die von keinem Menschen zurückgewiesen wird. Wir alle kennen Nutzressourcen, die wir für unsere Bedürfnisse und Interessen einsetzen. Sie sind begrenzt und nicht selten entsteht ein Gerangel um diese Art von Ressourcen (Podestplätze, Kapital, Rohstoffe usw.). Existentiale Ressourcen (Exsourcen) sind, sofern sie aktiviert sind, unerschöpflich und kostenlos (Liebe, Geborgenheit, Sinnhaftigkeit oder Zugehörigkeit). Flow- Praxis aktiviert schlummernde Exsourcen. Ein Flow-Praktiker favorisiert sein Gegenüber in jeder Situation, sogar dann, wenn es um Kritik geht. Das bedeutet nicht, dass er tut, was der Favorit will, sondern dass er das tut, was für die tiefen Anliegen und die langfristige Entfaltung des Favoriten günstig ist. Wir unterscheiden das psychologische Flow-Erlebnis (beschrieben von Csikszentmihalyi Mihalyi im Buch das Flow-Erleben) vom existentialen Flow, mit dem die Flow-Praxis arbeitet. Existentialer Flow ist die grundlegende Zufuhr vom Lebensdrang, der alle Kreaturen und Kräfte mit Energie und Lust versorgt. Er bildet die zentrale Leitlinie in der Flow-Kommuikation. Die Praxis des existentialen Flow hat - unter anderen Namen - eine lange Tradition. Sie reicht vom chinesischen Chi und dem indischen Prana (>1000 v. Chr.), über die griechische “Emanation” (200 n.Chr.) bis zum “élan vital” von Bergson (20. Jhdt.).   > zu Vorläufern der Flow-Praxis;  >Flow-Kommunikation;   >Flow-Kommunikation - Definition   >mehr zum Begriff von Flow;    Fundur (fundus, lateinisch = Grund, Boden)  ist nach Natur und Kultur die dritte grosse mensch- liche Entwicklungsstufe. Fundur stellt den aktiven, systematischen Respekt nicht nur für das Leben, sondern auch für die Grundlagen des Lebens in den Mittelpunkt. Im funduralen Zeitalter wächst der Mensch über sich hinaus ohne sich zu verlieren und stellt sich in den Dienst dessen, was ohne Wille und Planung eine höhere Präzision und Effizienz zu Stande bringt. Das zeigt sich schon heute in neuen Erkenntnissen und Praktiken wie z.B.: Quantenphysik (Beobachter bzw. Bewusstsein beeinflusst Realität), Energiemedizin, Geistheilen, sanfte “Revolution” durch Gewaltlosigkeit und Flow-Kommunikation. Die Genialität im Menschen, die aktiviert werden kann, selbst wenn Wille und Gewohnheit ängstlich sind. Der Maestro ist die Instanz im Menschen, die den Menschen übersteigt. Er hat eine Nase für förderliche vitale Energien und leitet verlässlich die Flucht ein, wenn Energiefresser zirkulieren. Die Flow-Praxis geht eine Allianz ein mit dem Maestro des Gegenübers und gewinnt so auch widerspenstigen Kontrahenten. Die aktive Modulation von vitaler Energie. Flow-Praxis schafft es verlässlich, Attraktivität zu setzen und harte Energieformen in eine förderliche Richtung zu wenden (navigieren). Damit gewinnt sie das Gegenüber. Navigation ist ein Form der Einflussnahme direkt auf der existentialen Flow- Ebene. Paradigmen sind die festen Strukturen, die dem Denken und Handeln zu Grunde liegen. Diese Grundausrichtungen sind nur schwer zu verändern, da sie durch Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten gestählt wurden und sich über lange Zeit bewährten. Die ontologische Weltsicht, welche besagt, dass “es primär Dinge gibt und darauf hin Kräfte zwischen ihnen wirken”, ist ein solches Paradigma. Um die Flow-Praxis zu verstehen, braucht es einen Paradigmenwechsel, da sie auf dem Fliessparadigma aufbaut: “Allen Dingen und Kräften, liegt ein vitaler Strom zu Grunde, der erst alle Wirklichkeit ermöglicht.”       Die Bedingungen unter denen wir Menschen einen Paradigmenwechsel vollziehen sind sehr beschränkt. Es sind dies: Durch grosse Liebe oder durch schweres Leiden über längere Zeit und durch das Aussterben der Vertreter eines Paradigmas oder wenn das neue Denken und Handeln beim Nachbarn grösseren Profit abwirft. Eine letzte Möglichkeit für einen Paradigmenwandel bietet die enge Bindung an einen Vertreter des neuen Paradigmas (den Meister). Die Flow-Praxis arbeitet durch die Vermittlung existentialer Erfahrung an einem grundlegenden Paradigmenwan- del: Vom Seins-Paradigma zum Fliess-Paradigma. Von der Überzeugung, dass das SEIN zählt, hin zur Überzeugung, dass zählt, was aus Sein und Nichts ENTSTEHT. Ressourcives Handeln bezieht sich nicht primär auf sichtbares Verhalten und Resultate, auch nicht auf Bedürfnisse oder Forderungen, sondern auf die ursprünglichen Anliegen und Sehnsüchte dahinter. Ein Umdenken und der Wandel von alten Gewohnheiten braucht viel Energie. Traditionellerweise brachten Vorschriften und Strafen oder aber Moral den Menschen dazu, sich den herrschenden Werten anzupassen. Die Flow-Praxis aber stellt den Andern in einen Kreislauf des Gebens und Empfangens und aktiviert damit eine unerschöpfliche Quelle von Engagement und Lust auf günstiges Handeln. Wird dem Gegenüber gegeben, so steht ihm mehr Energie zur Verfügung und Veränderungen alter Gewohnheiten werden einfacher. Ressourcieren kann zum Beispiel bedeuten, dem Andern eine echte, tiefe Anerkennung zu geben oder ihm soviel Energie zuzuführen und Lebendigkeit zu eröffnen, dass er von Bereitschaft und Initiative erfüllt ist. Ressourcieren heisst, im Gegenüber dessen tiefe Lebenslust wieder wecken oder verstärken. Der muskuläre Tonus zeigt uns einen dynamischen Zustand . Zum Beispiel ist der Sprinter, der in den Startpflöcken auf den Startschuss wartet, voller angespannter Präsenz, und der Zenmönch, der in einer tiefen Meditation versinkt, wird immer entspannter und ruhiger. Die Flow-Praxis nutzt die tonische Tatsache, dass in jedem Augenblick des Lebens Lebendigkeit darauf wartet, noch intensiver zu werden. Tropik (tropos, griechisch = Wendung) umschreibt den Wendepunkt, an welchem der Flow- Praktiker mit spezifischen Werkzeugen destruktive Energieformen in eine günstige Richtung lenkt. Der Begriff kommt vom Sommer-, bzw. Winterwendepunkt der Sonne. Die ganze Welt besteht aus Energie, sowohl in physikalischer wie auch organismischer Form (Herzschlag). Alle Lebensäusserungen folgen dem evolutiven Gesetz ständig komplexere Lebensformen zu schaffen. Dieser “Drive zu mehr” ist die Grundeigenschaft der vitalen Energie. Wenn man diese Logik der vitalen Energie begriffen hat, eröffnet sich ein ganzes Reich neuer Einflussmöglichkeiten. Vitale Energie ist keine Kraft, sondern der Vollzug von Wirklichkeit selbst. Auch physikalische Kräfte sind Wirklichkeit genau soweit, als sie mit existentialer Energie versorgt werden.  Energie und Fluss-von-Energie fallen in eins. Das ist analog zur Zeit: Die zeit gibt es nur, solange sie „sich vollzieht“. Listig handeln bedeutet, mit möglichst wenig, möglichst viel zu erreichen. Leider kennen wir im Westen vor allem die destruktive Form von List - die Hinterlist. Es gibt jedoch eine förderliche Variante von List, welche vollkommen transparent und zum Gewinn aller arbeitet - die Vorderlist. Sie ist im Grunde reine Zuvorkommenheit, der es gelingt, auch scheinbar Unmögliches mit leich- ter Hand zu erreichen. Dazu ist viel Raffinesse und Eleganz von Nöten. Diese zu erlernen gehört zu den Grundaufgaben eines Flow-Praktikers. Wer mit List die Details nutzt, bewirkt  mehr. Wir leben in einem Zeitalter, in welchem der Mensch die Kulturierung der Welt auf die Spitze getrieben hat. Die fortgeschrittene Technologisierung macht (fast) alles möglich. Auch, dass wir uns abschneiden von den natürlichen Ressourcen und den Grundlagen des Lebens selbst. Die Aufgabe, uns nicht von der Natur dominieren zu lassen, haben wir gemeistert. Die Dominanz der Kultur jedoch bringt uns an die Grenzen unseres eigenen Überlebens. Die Zeichen der Zeit weisen darauf hin, dass wir uns im Übergang zu einem Zeitalter mit einer völlig neuen Grund- ausrichtung befinden.       Im neuen Zeitalter werden die Grundanliegen des Lebens in den Mittelpunkt gerückt. Nicht nur Nachhaltigkeit im Umgang mit der Natur, sondern auch ein gewaltfreier und lebensschöpferischer Umgang von Menschen und Kulturen werden zum Standard. So dass über die Generationen ein Mehr an Lebendigkeit entsteht anstelle von Altlasten eines egozentrierten Daseins. Um das zu erreichen, genügt Friede allein nicht - es braucht in jedem Moment die lebendige Dynamik des “Hin zu mehr...”.  
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