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Das WIRKS Der Quantenphysiker Peter hat einen Begriff gesucht, um zu erklären, warum etwas ist und wirkt. Hans-Peter Dürr, ehemaliger Direktor des Max-Planck-Instituts in Mün- chen, hat den Begriff des WIRKS eingeführt, weil es für die Tatsache, dass es unkausales Entstehen gibt, noch keinen Begriff gab. Er wur- de von einem Interviewer gefragt [1], welche Bedeutung denn Quanten- physik mit all ihren Erkenntnissen für unsere konkrete Lebenswelt ha- ben? Der Interviewer fasste das folgendermassen zusammen: “Hans-Peter Dürr [...] wollte in seiner Jugend herausfinden, was die Welt im Innersten   zusammenhält und hat sich daher dem Erforschen der Materie im Kleinsten verschrieben. Nur um herauszufinden, dass es kei- ne Materie gibt. Im Mikrokosmos kann man nur noch die Beziehungen (Wellen, Strahlung) zwischen Teilchen messen und erkennen, nicht aber Teilchen selbst. Das kleinste Teil von allem ist daher weder ein Atom noch ein Quark, sondern ein „Wirks“, eine Wirkungseinheit. Wahrschein- lich lässt sich das ganze Leben, auch im Makrokosmos, nur über die Definition von Beziehungen begreifen – die aber höchst wirksam sind.”
1. Hans-Peter Dürr, Artikel in PM mit dem Titel:  “ Am Anfang war der Quantengeist” zitiert in www.oelberg.info/download/artikel/Quantengeist.pdf  1.11.2015, aus einer Ausgabe von P.M. 05/2007: Physik & Philosophie 2. Ostwald, Wilhelm: Lebenslinien. Eine Selbstbiographie Berlin (Klasing & Co. GmbH) 1926, 2.Aufl. 1932. (= 3 Bde.) II, 128 zitiert in: http://www.entologie.de/Kapitel_4_Energetik.htm  3.  ebd. II, 171ff.
Der Begriff des WIRKS ist ein Versuch, jenes Moment zu benennen, das macht, dass Wirklichkeit wirkliche Wirk- lichkeit ist. Das Anliegen, das grundlegende  Wirkmoment zu finden,  ist beruht auf einem jahrtausendalten Bemü- hen. Es geht der Frage nach: Was macht, dass etwas wirklich ist oder wirklich wird. Der Physiker Oswald Ostwald führte die Energie als grundlegendes Moment der Physik ein.  „Fragt man mich, worin ich den Hauptgedanken der Energetik sehe,“ schreibt Ostwald in seiner Autobiographie, „so muß ich als solchen die Erkenntnis bezeichnen, daß neben und über den allgemeinen Begriffen Ordnung, Zahl, Größe, Zeit und Raum der Begriff der Energie einzuführen ist als der nächst folgende Allgemeinbegriff.“ [2] Hier ist die Energetik eindeutig auf die Physik begrenzt, ebenso wie in einem nachfolgenden Kapitel über die Allgemeine Energetik [3].   Der Naturphilosoph Heraklit (5. Jhd. v. Chr.) fand im Feuer (der sinnliche Begriff für Energie) und der Aus- einandersetzung (polemós - Kampf) den “Urstoff”, aus dem die Welt besteht. Aristoteles nutzte im 4. Jhd. v. Chr. das Wort enérgeia. Das griechische Wort       énergon  = en-ergon = das was “im-Werk-steckt”,       das “im-fertigen-Gebilde.” Enérgeia bezeichnet  nach Aristoteles die aktuelle Wirklichkeit (lateinisch= actus). In vielen religiösen Traditionen ist der göttliche Schöpfer das alles entscheidende WIRKS (Jahwe, Gott-Vater, Allah), welches die Welt dank seiner Macht erschafft. Seit Ostwald, und später dank Einstein, wissen wir, dass keine Wissenschaft mehr um den Begriff der Energie vorbei kommt, die eine Art General-Wirks verstanden wird. In der Psychologie  spricht man von Bioenergetik, die Staaten von Gewaltmonopol, die Wirtschaft von Energie, die Politik von der Klimakrise, die auf zu viel Energie in der Atmosphäre zurückgeht.  Das Schicksal, die Zeit und der Raum sind ebenfalls WIRKS. Aber es sind noch viele andere Wirkfaktoren, die Wirk- lichkeit setzen. Monopole, Macht und Habgier, Ohn- macht,  Korruption, Lüge und Täuschung. Aber auch Kreativität und Visionen verändern Wirklichkeit, äussere, wie innere.
Der Begriff WIRKS bezeichnet in der Kommunikation jenes Element, das die entscheidenden Wirkung und relevante Wirkung  hervorbringt. Das kann zu verschie- denen Zeiten ein verschiedenes Moment sein. Mal braucht es Geduld, mal braucht es energische Initiative. Mal ist Machen angezeigt, mal das dynamische Lassen. reden. Ein WIRKS ist jenes Wirkmoment oder jenes Set von Wirkmomenten, das in einer gegebenen Situation die ent- scheidende Wirklichkeit entstehen lässt. Für die Physik sind es die vier grundlegenden Kräfte (Gravitation, Elek- tromagentische Felder, starke und schwache Wechsel- wirkung, die als die elementaren WIRKS gelten. Für die neo-liberale Wirtschaft gelten Effizienz, Profit und Monopole als relevante WIRKS. Die Ethiker haben das grosse Problem, dass sie zwar über gute Wertekataloge verführen, aber über wenig ef- fektive WIRKS. Sie haben die intelligente Einsicht, Lob und Strafe, Konstellation der Umstände und das mora- lische Sollen (”Du sollst!”) als WIRKS. Die Konsumgesellschaft kennt die Verführung (Werbung) und den günstigen Preis als WIRKS, kombiniert mit dem Effizienzprinzip: soviel Transparenz wie nötig, soviel Ver- schweigen wie möglich. In der Flow-Kommunikation gibt es acht grundlegende WIRKS: Die fünf Dimensionen: Ursprünglichkeit, Bewusst- sein, Energie, Identität, Vorderlist und die drei Wiege: Dominanz, Inkarnation und Liebe als grundlegende WIRKS. Im konkreten Alltag sind es zwei völlige verschie- dene WIRKS, die wir einsetzen: das Machen und das dynamische Lassen. Jede dieser acht WIRKS ist entscheidend, wie mensch- liche Wirklichkeit existiert, sich wandelt oder vergeht. Die wirklich innovativen WIRKS sind: Vorderlist und Energie. Sie werden heute immer mehr relevant. In der Flow-Kom- munikation gelten kausale wie nicht-kausale Wirkmoment als WIRKS, das Schweigen ebenso wie das Reden, die äusseren materiellen Impulse ebenso wie die inneren der Gefühle.
WIRKS ist “alles was wirkt und Wirk- lichkeit schafft, vernichtet oder modu- liert”, kausal oder nichtkausal, subjek- tiv, objektiv oder als Katalysator.  ---- Grundsatz der Flow-Kommunikation: mit allen WIRKS arbeiten, die in för- derlicher Weise die Lebensintensität erhöhen
Der Begriff WIRKS bezeichnet im Grunde jedes Element, das eine Wirklichkeit schafft, vernichtet oder moduliert. Die Flow-Kommu- nikation arbeitet nur mit WIRKS, die förderlich wirken. Modulieren heisst, 1) einen Zustand verändern und 2) ihn ins Positive oder Negative wenden. Wirklichkeit kann ein Zustand oder ein Prozess sein, ein Struktur oder ein Einzelding, ein mögliches Potential oder ein voll realisier- tes Potential, das Quanten-Vakuum oder die erfahrene Lebendig- keit. Auch das Geheimnis, die Leere und die Sehnsucht sind WIRKS - weil sie Wirkung haben.
Ein reines abstraktes Element -- etwa eine widersprüchlicher Gedanken - ist “an-sich” nicht wirklich und deshalb kein WIRKS, sondern nur, wenn er in einem real existierenden, denkenden Gehirn auf- taucht